About

Wie alles begann...

Am 18.05.1992 wurde ich im Krankenhaus Schwarzach, ein kleiner Sprung entfernt von meinem jetzigen Wohnort St. Johann im Pongau, geboren. Als drittes Kind in der Familie wurde mir in meiner Kindheit mit meinen beiden Geschwistern Joachim und Simone nie langweilig. Im zarten Alter von zweieinhalb Jahren hatte ich es satt zu Hause zu bleiben, während der Rest der Familie die Pisten runterzischte. So versuchte auch ich mein Glück auf den zwei Brettern.

Wie jedes Kind in unserem Ort nahm auch ich 1995 bei unserem traditionellen Skirennen, dem Katschthalercup teil; mein erstes Rennen war bestritten. Platz 2 machte Appetit auf mehr. Nach Kindergarten und Volksschule wechselte ich in die Unterstufe des Gymnasiums in St. Johann/Pg und fand genug Zeit für diverse Sportarten, unter anderem auch für das Skifahren. Im Sommer dagegen schlug ich mit meinem Tennisschläger leidenschaftlich herum. Bis zum Alter von 14 kombinierte ich so beiden Sportarten je nach Jahreszeit.

Bereits im Kindesalter

stellten sich im Winter erste internationale Erfolge wie zum Beispiel bei den Topolino- und Whistlerrennen ein. Auch im Tennis brachte ich es in meiner Altersklasse bis unter die Top 5 der ÖTV-Rangliste, obwohl ich dies nur in der jeweiligen Jahreszeit bestritt. So fiel mir die Entscheidung, auf welche Sportart ich mich spezialisieren sollte, äußerst schwer. Im Endeffekt entschied ich mich für den Wintersport, da Tennis mich im Winter als Hallensport nicht restlos überzeugte, währenddessen andere Tiefschneefahren gingen. Dennoch kämpfe ich nach wie vor mit der Damenmannschaft des Tennisclubs St. Johann jedes Jahr um den Landesmeistertitel. Außerdem ist Tennis als Ausgleichssport zum Skifahren echt lässig, denn da kann man den Frust mancher Niederlagen so richtig rauslassen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Skifahrern schlug ich denselben Bildungsweg wie mein Bruder Joachim ein und fand mich im September 2006 in der Oberstufe des Gymnasiums wieder. Allerdings mit dem Schwerpunkt Musik, denn Musik verschafft mir einen gewissen Gegenpol und Regenerationseffekt zum Rennsport. Während dieser Zeit konnte ich mich durch zahlreiche Stockerlplätze bei den österreichischen Schülermeisterschaften für die Rennen in Italien (Topolino) und die heißbegehrten Schülerweltmeisterschaften im kanadischen Whistler gleich zweimal qualifizieren. Im April 2006 erreichte ich als Jahrgangsjüngere im Super-G den 3.Platz. Im Jahr darauf schnitt ich mit einem 1.Platz im Super-G, einem 3.Platz im Slalom und einem 6.Platz im Riesentorlauf noch besser ab. Parallel zur schulischen Ausbildung betrieb ich den Skirennsport immer professioneller und bestritt im Dezember 2007 mein erstes Fis-Rennen auf internationaler Ebene. Im Februar 2009 konnte ich einen weiteren bedeutenden Erfolg feiern. Ich gewann im polnischen Szczyrk die Goldmedaille im Riesentorlauf bei der damaligen europäischen Jugendolympiade. Nach dieser Saison wurde ich vom Salzburger Landesjugendkader in den ÖSV einberufen.

Ein Jahr später

konnte ich mit einem guten Erfolg die Matura und somit das Gymnasium abhaken und mich voll dem Skisport widmen. Im Sommer 2011 wurde ich nach einer erfolgreichen Saison als Nachwuchsskirennläuferin vom Österreichischen Bundesheer aufgenommen. Ich beendete mit Topplatzierungen die Saison 2011/2012 bei den allgemeinen österreichischen Meisterschaften.

Im Herbst 2012 begann ich mein BWL-Studium am IFM (Institut für Management) in Salzburg. Seitdem stellt das Studium die ideale Abwechslung zum Skisport dar. Aufgrund toller Ergebnisse in Super-G und Abfahrt im Europacup folgte im Jänner 2013 das nächste skifahrerische Highlight - der erste Weltcupstart auf der schwierigen Piste in St. Anton. Leider war ich nicht top fit und konnte so meine Leistung nicht zeigen. In dieser Saison errang ich durch eine deutliche Leistungssteigerung im Riesentorlauf in der Europacupgesamtwertung den 4. Platz und verfehlte einen Stockerlplatz nur um wenige Punkte.

Weltcup-Karriere

Die skifahrerische Weiterentwicklung in der Saison 2012/13 war der Grund, weshalb ich in die Speedweltcupgruppe aufgenommen wurde. In der Saison 2013/14 konnte ich mich 4 x unter den  Top 30 im Weltcup platzieren. Gleichzeitig konnte ich in dieser Saison meine ersten beiden Europacupsiege im Super-G feiern. Am Ende der Saison stand der zweite Platz in der Europacupgesamtwertung im Super-G und somit ein Fixplatz für die Weltcupsaison 2014/15 fest. Auch zur Österreichischen Meisterin in der Abfahrt konnte ich mich noch krönen.

In der Weltcupsaison 2015/16 landete ich bei Speedrennen erstmal unter den Top-Ten. Am 16. März 2016 folgte beim Weltcupfinale in St. Moritz mein erster Weltcup-Sieg in der Abfahrt.

Am gleichen Ort stürzte ich knapp ein Jahr später, am 8. Februar 2017, beim Abfahrtstraining im Verlauf der Alpinen Skiweltmeisterschaft schwer und erlitt einen Schien- und Wadenbeinbruch im rechten Bein.

Derzeit arbeitet ich hart am Comeback und bin guter Hoffnung, dass ich nach drei Operationen und 660 Tagen Rennpause am 30.11.2018 mein erstes WC-Rennen nach meinem Sturz bestreiten werde.

In der Comeback-Saison 2018/19 konnte ich schon wieder an meine Leistungen vor der schweren Fußverletzung anschließen. Neben zahlreichen Top-30-Ergebnissen  errang ich einen 6. Platz bei der WC-Abfahrt in Gröden und stand als Saisonhöhepunkt beim WC-Finale als Sieger der Abfahrt am Podium.

In die Saison 2019/20 startete ich mit meiner bisher besten SG-Platzierung - einem 5. Platz - beim Speed-Weltcup-Auftakt in Lake Louise durchaus erfolgreich. Auf Grund steigender Schmerzen in meinem 2017 gebrochenen Unterschenkel konnte ich meine Leistungen nicht halten und errang so Platzierungen nur oberhalb von Platz 13. Zum Ende der Saison hin - in Crans Montana - waren sie schon so heftig, dass ich nicht mehr rennfit war. Daher entschloss ich mich, die Saison vorzeitig zu beenden und einer weiteren Operation, diesmal am nicht verheilten Wadenbein, zu unterziehen. Dabei wurde das Wadenbein verplattet, was sich letztendlich als sehr erfolgreich erwies.

Bereits im Sommer konnte ich mit Unterstützung meines Bruders Joachim das Training für mein Comeback ernsthaft aufnehmen.

So konnte ich die Saison 2020/21 von Anfang an als Comebacksaison angehen: Sie war geprägt von Konstanz im Mittelfeld meist mit Platzierungen zwischen 15 und 25 unter sukzessiver Leistungssteigerung. Meine besten Ergebnisse errang ich bei der WM in Cortina d' Ampezzo mit einem 11. DH-Platz, nachdem ich beim Training mit einem 1. und 3. Rang aufhorchen lies, und davor in Crans Montana mit einem 8. DH-Rang. Generell funktionierte es im Training schon sehr gut, nur die Umsetzung ins Rennen klappte auf Grund fehlenden Vertrauens in meinen Fuß noch nicht ganz so. Aber summa summarum zeigte mir die Comeback-Saison, dass das rennmäßige Skifahren über die ganze Zeit hinweg meinem Unterschenkel keine nennenswerten Schmerzen mehr bereitete und ich nun Vertrauen in meinem Fuß haben kann.

So folgte eine schmerzfreie Saisonvorbereitung für 2021/22, seit 2017 erstmals ohne operativen Eingriff. In dieser konnte ich so neue Akzente setzen und mich auf das Wesentliche, der Vorbereitung auf das Rennlaufen, konzentrieren.